BeckerCAD 16 2D: Präzise Pläne zeichnen
Share

MARKT+TECHNIK · CAD-RATGEBER
BeckerCAD 16 2D: Technische Zeichnungen vom ersten Entwurf bis zur PDF-Ausgabe
Ein brauchbarer Plan beantwortet mehr als die Frage, wie etwas aussieht. Er zeigt Abstände, beschreibt Konturen und macht die Angaben verständlich, die bei der weiteren Bearbeitung gebraucht werden. BeckerCAD 16 2D unterstützt diese Arbeit mit Zeichenwerkzeugen, assoziativer Bemaßung, Schraffuren, Normteilen und Möglichkeiten zum Datenaustausch. Im Mittelpunkt stehen technische Zeichnungen, Grundrisse und maßstabsgerechte Entwürfe.
Dieser Beitrag erklärt, wie die Funktionen zusammenwirken: von der Gliederung einer Zeichnung über die Arbeit mit Symbolen bis zur Weitergabe als DWG, SVG oder PDF. Besonders die Neuerungen von Version 16 verdienen einen genaueren Blick. Sie betreffen häufig wiederkehrende Aufgaben, etwa das Organisieren von Symbolbibliotheken oder das gezielte Exportieren sichtbarer Gruppen.
Welche Aufgaben lassen sich mit BeckerCAD 16 2D bearbeiten?
Die 2D-Ausbaustufe richtet sich an Projekte, deren Ergebnis vor allem eine nachvollziehbare Zeichnung ist. Ein Werkstück benötigt Konturen und Maße, eine Raumplanung braucht eine maßstabsgerechte Anordnung, ein Modellbauprojekt eine sauber dokumentierte Vorlage. BeckerCAD stellt dafür Werkzeuge zum Zeichnen, Bearbeiten und Beschriften bereit. Der Nutzen liegt in der Verbindung dieser Schritte innerhalb eines CAD-Projekts.
Entscheidend ist das gewünschte Arbeitsergebnis. Wenn Sie vor allem Pläne erstellen und austauschen möchten, stehen Zeichenfunktionen, Bemaßung und Ausgabe im Vordergrund. Wenn Sie dagegen umfangreiche räumliche Modelle und zusätzliche Modell-, Schnitt- und Detailansichten benötigen, lohnt sich der Vergleich mit BeckerCAD 16 3D. Für Freiformkörper und weitergehende Flächenbearbeitung ist 3D PRO vorgesehen.
Konturen, Maßstab und Bearbeitung sinnvoll verbinden
Linien, Kreise, Bögen und weitere geometrische Elemente bilden die Grundlage technischer Zeichnungen. Daraus entstehen Umrisse, Anordnungen und zusammenhängende Konturen. BeckerCAD 16 2D ergänzt das Erstellen der Geometrie um Bearbeitungswerkzeuge, damit ein Entwurf schrittweise angepasst werden kann. Eine Änderung muss dadurch nicht zwangsläufig den Neuaufbau der gesamten Zeichnung bedeuten.
Das Maßstabs-Handling hilft, die Darstellung für das vorgesehene Blattformat zu organisieren. Dabei lohnt es sich, zwischen der konstruierten Geometrie und ihrer Ausgabe zu unterscheiden: Ein Plan soll nicht nur auf dem Bildschirm gut aussehen, sondern auch auf dem gewählten Blatt lesbar bleiben. Prüfen Sie deshalb früh, wie viel Platz Maße, Beschriftungen und zusätzliche Ansichtskennzeichnungen benötigen.
Vorlagen und Normblätter unterstützen einen einheitlichen Projektbeginn. Wiederkehrende Angaben und eine vertraute Blattaufteilung erleichtern die Orientierung, wenn mehrere Zeichnungen zusammengehören. Die individuell anpassbaren Symbolleisten wiederum helfen, häufig benötigte Funktionen übersichtlich bereitzuhalten.

Assoziative Bemaßung: Warum der Bezug zur Geometrie zählt
Eine Maßzahl erhält ihren Nutzen durch den eindeutigen Bezug zum dargestellten Objekt. BeckerCAD 16 2D bietet Bemaßungsfunktionen in assoziativer Form. Der Zusammenhang zwischen Maß und Geometrie ist besonders wichtig, wenn Sie einen Entwurf später verändern. Abstände, Radien, Winkel und Toleranzen machen aus einer bloßen Kontur eine technische Unterlage.
Version 16 enthält außerdem eine Informationsfunktion für nicht assoziative Bemaßung. Diese erzeugt Maße ohne Bezug zu den Objekten und kennzeichnet sie über die Lowlightfarbe. Solche Maße passen sich bei Lage- oder Größenänderungen des bemaßten Objekts nicht an. Die unterschiedliche Arbeitsweise sollte deshalb bewusst berücksichtigt werden.
Ein praktischer Prüfpunkt vor der Weitergabe lautet: Sind die dargestellten Maße noch mit dem aktuellen Zeichnungsstand vereinbar? Bei nicht assoziativen Angaben reicht eine optisch plausible Zahl nicht als Kontrolle. Die neue Kennzeichnung erleichtert es, diese Angaben im Arbeitsablauf gezielt zu beachten.
Schraffuren, Normteile und technische Zeichen erklären den Entwurf
Schraffuren helfen, Bereiche innerhalb einer technischen Darstellung zu unterscheiden. Die Funktionsmatrix führt für BeckerCAD 16 2D Schraffurfunktionen in assoziativer Form auf. Gemeinsam mit Bemaßung und Beschriftung tragen sie dazu bei, eine Zeichnung verständlich zu gliedern.
Für wiederkehrende Bauteile stehen 2D-Normteilkataloge bereit, darunter Schrauben, Muttern und Scheiben. Zusätzlich unterstützt das Programm die automatische Erstellung von Pass- und Abmaßtabellen. Ein Assistent für Oberflächenzeichen, Form- und Lagetoleranzen sowie Kantensymbole ergänzt die technische Dokumentation.
Diese Werkzeuge nehmen Ihnen nicht die fachliche Entscheidung ab, welche Angabe für ein konkretes Werkstück erforderlich ist. Sie stellen die Mittel bereit, die gewählten Informationen im Plan nachvollziehbar darzustellen. Besonders bei wiederkehrenden Zeichnungsaufgaben ist eine einheitliche Verwendung der Zeichen und Tabellen hilfreich.
Symbole in Version 16 gezielter auswählen und verwalten
Symbole bündeln Elemente, die in Zeichnungen wiederholt benötigt werden. Eine übersichtlich organisierte Bibliothek ist deshalb mehr als eine Ablage: Sie erleichtert die konsistente Verwendung derselben Darstellung in mehreren Projekten. In Version 16 wurde der grafische Symbolauswahldialog überarbeitet. Bibliotheken lassen sich über ein Icon hinzuladen, die Suche unterstützt das Auffinden des gewünschten Symbols.
Eine weitere Funktion ersetzt bereits platzierte Symbole durch andere aus der Bibliothek, ohne dabei Verbindungen zu Attributen in der Zeichnung zu verlieren. Das ist beispielsweise interessant, wenn ein älteres Projekt auf eine andere Symboldarstellung umgestellt werden soll. Der vorhandene Zusammenhang zwischen Symbol und zugeordneten Informationen bleibt dabei berücksichtigt.
Eigene Bibliotheken und die Symbol-Info
Im Symbolmanager können Sie Symbole innerhalb einer Bibliothek verschieben, kopieren, umbenennen und löschen. Das aktuell ausgewählte Symbol wird ausdrücklich angezeigt, damit klar ist, worauf sich die nächste Aktion bezieht. Für selbst angelegte Symbole empfiehlt die Herstellerunterlage benutzerdefinierte Bibliotheken; die mitgelieferten Bibliotheken wurden zum Schutz eigener Inhalte ins Programmverzeichnis verlagert.
Die Symbol-Info zeigt den Namen sowie Länge X und Länge Y der umhüllenden Box eines platzierten Symbols an. Damit lässt sich dessen Ausdehnung prüfen, ohne dafür erst eine eigene Messkonstruktion anzulegen. Die angezeigte Box beschreibt die äußeren Abmessungen des Symbols, nicht jedes darin enthaltene Detail.
Gruppen aufräumen und Objekte wiederholt drehen
Mit wachsendem Zeichnungsumfang wird die Organisation wichtiger. Die Modellprüfung beziehungsweise Bereinigung kann in Version 16 leere Gruppen gemeinsam mit ihren leeren Untergruppen in einem Schritt entfernen. Das betrifft Gruppen ohne relevante Inhalte und vereinfacht das Aufräumen der Struktur.
Auch beim Drehen wurde ein wiederkehrender Arbeitsschritt verbessert: Ein eingegebener Drehwinkel kann für mehrere Drehvorgänge erhalten bleiben, während Sie nacheinander unterschiedliche Drehpunkte festlegen. So lassen sich mehrere Objekte mit demselben Winkel an jeweils eigener Position ausrichten. Die Herstellerbeschreibung grenzt dies ausdrücklich ein: Ein über Punkte in der Grafik konstruierter Winkel wird bei dieser Vorgehensweise nicht unterstützt.
DWG, DXF, SVG oder PDF: Welches Format passt zur Aufgabe?
Die Wahl des Formats hängt davon ab, was der Empfänger mit Ihrer Zeichnung tun soll. Für den 2D-CAD-Austausch unterstützt BeckerCAD 16 2D den Import und Export von DWG, DXF und CADdy-PIC-Dateien. SVG und WMF stehen als weitere 2D-Ausgabeformate bereit. PDF ergänzt die Weitergabe eines lesbaren Zeichnungsstands.
Sichtbare Gruppen gezielt als DWG ausgeben
Die neue DWG-Option „Nur sichtbare Gruppen exportieren“ begrenzt die Ausgabe auf die tatsächlich sichtbaren Gruppen. Das ist nützlich, wenn ein Projekt zusätzliche Inhalte enthält, die für einen bestimmten Empfänger nicht benötigt werden. Vor dem Export legen Sie die gewünschte Sichtbarkeit fest und kontrollieren anschließend die ausgegebene Datei.
SVG für die weitere grafische Verwendung
Der überarbeitete SVG-Export kann eine zuvor zusammengestellte Selektionsliste ausgeben. Zusätzlich lassen sich Hintergrundfarbe und Abmessungen einstellen. Die Dokumentation nennt die Unterstützung von Linienarten und Linienbreiten sowie die Möglichkeit, JPG- und PNG-Bilder einzubetten oder extern zu verknüpfen.
Für die Übergabe ist diese Unterscheidung wichtig: Eingebettete Rasterbilder liegen innerhalb der SVG-Datei; externe Verknüpfungen verweisen auf zusätzliche Dateien. Wählen Sie die Variante passend zum geplanten Austausch. Die CAD-Quelldatei bleibt unabhängig davon die Grundlage für Ihre weitere Konstruktionsarbeit.

Eine 2D-Zeichnung direkt als PDF erstellen
Neu in BeckerCAD 16 ist die direkte PDF-Ausgabe aus dem aktiven 2D-Fenster. Der Weg über einen externen PDF-Druckertreiber entfällt für diese Funktion. Die Herstellerunterlage beschreibt den Aufruf über „Datei, PDF erstellen“ und die anschließenden Einstellungen für die Ausgabe.
- Aktivieren Sie das 2D-Fenster mit der gewünschten Zeichnung und rufen Sie „Datei, PDF erstellen“ auf.
- Legen Sie Dateiname und Speicherort fest.
- Entscheiden Sie, ob die Zeichnung unabhängig von ihrer Bildschirmdarstellung in Schwarz-Weiß ausgegeben werden soll.
- Wählen Sie ein Papierformat wie A4, A3 oder A2 sowie Hoch- oder Querformat.
- Bestätigen Sie mit OK und prüfen Sie die erzeugte PDF-Datei auf Lesbarkeit und vollständige Darstellung.
Entspricht das aktuelle Blattformat einer bekannten Papiergröße, wird sie automatisch erkannt und übernommen. Bei frei definierten oder unbekannten Formaten verwendet die Funktion stattdessen die zuletzt eingestellte Papiergröße. Deshalb ist gerade bei Sonderformaten ein bewusster Blick in den Ausgabedialog sinnvoll.
Beispielablauf: Eine Werkstattzeichnung vorbereiten
Ein möglicher Arbeitsablauf beginnt mit der Frage, welche Informationen später im Plan stehen müssen. Für ein einfaches Werkstück sind dies beispielsweise die äußere Kontur, relevante Abstände und ergänzende technische Angaben. Dieses Beispiel beschreibt eine Vorgehensweise; es ist kein dokumentierter Praxistest der Software.
Beginnen Sie mit einer passenden Vorlage und legen Sie die Geometrie an. Ergänzen Sie anschließend Bemaßung und Beschriftung. Wiederkehrende Elemente können Sie über Symbole oder passende Normteile einfügen. Erst danach entscheiden Sie, welche Bereiche durch Schraffuren oder zusätzliche technische Zeichen erläutert werden sollen.
Zum Abschluss prüfen Sie Zeichnungsstand, Maßangaben und Blattaufteilung. Für die weitere CAD-Bearbeitung wählen Sie ein geeignetes Austauschformat. Für eine lesbare Dokumentation erstellen Sie zusätzlich eine PDF. So erfüllen die Quelldatei, die Austauschdatei und die PDF jeweils eine klar definierte Aufgabe.
Häufige Fragen zu BeckerCAD 16 2D
Kann ich vorhandene DWG- und DXF-Zeichnungen verwenden?
Ja. DWG und DXF gehören zu den unterstützten 2D-Import- und Exportformaten. Für einen konkreten Datenaustausch sollten Sie die empfangenen beziehungsweise ausgegebenen Zeichnungen auf Inhalt, Darstellung und Maße prüfen. Eine pauschale Garantie für alle Objekttypen sämtlicher CAD-Systeme lässt sich daraus nicht ableiten.
Sind technische Symbole und Normteile enthalten?
Die Funktionsmatrix nennt 2D-Normteilkataloge, Pass- und Abmaßtabellen sowie einen Assistenten für Oberflächenzeichen, Form- und Lagetoleranzen und Kantensymbole. Version 16 verbessert außerdem die Auswahl und Verwaltung von Symbolen.
Brauche ich für den PDF-Export einen zusätzlichen PDF-Drucker?
Für die neue Funktion „PDF erstellen“ nicht. Sie gibt die 2D-Zeichnung direkt als PDF-Datei aus. Papierformat, Ausrichtung und optional Schwarz-Weiß werden im zugehörigen Dialog gewählt.
Wann ist eine höhere Ausbaustufe sinnvoll?
BeckerCAD 16 3D ergänzt unter anderem zusätzliche Grundkörper sowie erweiterte Modell-, Schnitt- und Detailansichten. Freiformkörper, Formschrägung und 3D-Polygonbearbeitung gehören zu 3D PRO. Wählen Sie anhand dieser konkreten Aufgaben, nicht allein anhand des Produktnamens.
Was sollte ich vor einer Kaufentscheidung noch prüfen?
Vergleichen Sie die benötigten Funktionen und Dateiformate mit der jeweiligen Produktseite. Dort finden Sie die Angaben zum konkreten Angebot. Dieser Beitrag konzentriert sich auf die belegten Zeichen-, Bearbeitungs- und Ausgabefunktionen.
Mit einer klaren Zeichnung zur nächsten Projektphase
BeckerCAD 16 2D verbindet technische Zeichenarbeit mit Werkzeugen für Bemaßung, Symbolorganisation und Datenaustausch. Die Neuerungen verbessern insbesondere die Vorbereitung und Weitergabe Ihrer Unterlagen. Wenn Ihr Schwerpunkt auf nachvollziehbaren 2D-Plänen liegt, lohnt sich ein genauer Blick auf diese Ausbaustufe und auf den gemeinsamen Versionsvergleich.
Grundlage dieses Überblicks sind die Produktunterlagen zu BeckerCAD 16, die Neuerungsübersicht und die Funktionsmatrix der Ausbaustufen. Redaktioneller Stand: 2. November 2026.